Montag, 11. April 2016

HROck Vol. 4



Da war er also, der 9. April. Ein sonniger Tag, der den M.A.U. Club im Rostocker Stadthafen in einem besonderen Glanz erscheinen lies. Im Hintergrund die Warnow, an der Kaikante ein paar Angler auf der Suche nach ein paar köstlichen Heringen und auf einmal ein  Bus, der vor dem M.A.U. hielt. Die Türen öffneten sich und plötzlich standen knapp 50 angetrunkene, bestens gelaunte Hauptstädter vor den Türen unseres Heimathafens und wurden freundlichst mit einem Kasten RoPi begrüßt. "Refugees welcome"  ;)


Wir hatten in den letzten Tage innerhalb der Band kaum ein anderes Gesprächsthema als das "HROck" ...Klappt alles wie geplant, ist noch was zu organisieren, kommen genug Leute, reicht der Jägermeister...
In der Vorbereitung zum Abend hatten wir immer wieder die Bilder von 2015 vor den Augen, als wir das erste mal vom Empire ins M.A.U. umgezogen sind und schon dort eine unheimlich positive Resonanz erfahren haben.


Um 19 Uhr öffnete die Eingangspforte und sofort überkam uns das Gefühl, dass es ganz lustig werden könnte, denn in der Warteschlange vor dem Einlass warteten viele bekannte Gesichter, mit denen wir unsere Aufregung teilen konnten. Manch einer soll vor lauter Aufregung sogar so viel Warnowwasser getrunken haben, dass ein kurzes Nickerchen im Auto auf dem Programm stand anstatt sich Livemusik zu geben. (Ein lieber Gruß nach Dannenberg :P )


 


Um 20 Uhr mussten wir bereits feststellen, dass der Vorhang, den wir zum Abtrennen des Raumes vorgesehen haben, absolut unnötig war und schnell abgenommen wurde, damit die feinen Herrschaften vom Merchandisestand auch den besten Blick aufs Geschehen bekamen.
Die erste Band, die heute Abend die Energie Rostocks zu spüren bekommen sollte war Scorbut.



Eine Tanzkapelle, die wir irgendwann mal vor den Toren Berlins aufgesammelt haben und die so viel Lust auf frische Fischbrötchen haben, dass es uns ein leichtes ist, sie jedes Jahr wieder nach Rostock zu locken.
Partytime war angesagt, als 2 Meter Tutte ins Mikrofon schrie und damit die Beschallungsanlage vom M.A.U. mal kurz zum piepen brachte. Nach einer Stunde bleibt als Fazit, dass Scorbut genauso gut eine Rostocker Band sein könnte, denn die Stimmung vor der Bühne war ausgelassen, die Texte wurden laut mitgesungen und die Luftfeuchtigkeit stieg von Minute zu Minute an.



 


Nach einer kurzen Umbaupause gab es den zweiten von 4 Headlinern des Abends zu begutachten.


"Am Ende war der Mensch" heißt das neue Album der Larrikins, welches mit 14 Stücken richtig Druck auf das Autoradio ausübt! Doch nicht nur der CD Player ist von der Musik der Goldberger begeistert, auch die Liveshow der Jungs ist ein Feuerwerk der Emotionen. Von der ersten bis zur letzten Minute wussten die 4 zu überzeugen und das Publikum dankte es ihnen mit lauten Chören und großem Applaus!
Seit 2008, genau genommen dem 28.12.2008, trafen wir das erste mal auf diese Kapelle. Anlass war seinerzeit der 43. Geburtstag des F.C. Hansa und beide Bands bekamen die Chance, sich dem Publikum zu stellen. Schon 2008 waren die Larrikins musikalisch eine ganz eigene Liga, immer anders als der Rest der Musiklandschaft und doch irgendwie für jedes denkende Ohr geeignet. Wir hingegen waren so ziemlich die schlechteste Band, die je auf einem Hansa Geburtstag spielte :D



Heute, 8 Jahre später, genießen wir immer noch jedes Konzert, welches wir zusammen mit unseren engen Freunden der Larrikins spielen dürfen. Wir hoffen, euer Album knallt sich überall in die Herzen der Menschen und es gibt noch viel von euch zu hören bevor der Erdball irgendwann von den Idioten dieser Welt kaputtgebombt wird! „Am Ende war der Mensch“


 


Als nächstes durften wir dann auf die Bühne. Der obligatorische Morgenkreis zwischen uns Mitgliedern von Nullpunkt wurde abgehalten, der Jagdbrand in die Kehle gegossen und die Bühne geentert.
WOW!!! Wir durften in der folgenden Zeit einen Abend erleben, den wir bisher in unserer Bandgeschichte noch nicht erlebt hatten.
Wer uns kennt, der weiß, dass wir keine Mega-Pogo-Speed-Punk-Band sind, aber dennoch hat sich innerhalb weniger Augenblicke ein beachtlicher Pogomob gebildet und diesen Abend in die absolut richtige Bahn gelenkt.
Zum Weiteren Erstaunen durften wir feststellen, dass die Textsicherheit unserer Lieder sich anscheinend in die Köpfe der Menschen eingebrannt hat, denn was ihr an dem Abend mitgesungen habt, war überragend.
Es folgte eine Stunde der Emotion mit neuen Lieder und alten Klassikern, die dank euch mit bester Laune durch das M.A.U. getragen wurden. Ein besonderer Gruß geht hier raus an die beste Fußballcrew der Welt, die "Talentschmiede Linzer Straße"!
Das bei „Kinder der Küste“ und „Meer“ dann zum Schluss die Stimmung richtig ausgelassen war, hat uns den Rest gegeben.
NIE hätten wir damit gerechnet, dass wir mal über 400 Leute in unserer Heimatstadt  von unserer Musik überzeugen können. NIE hätten wir damit gerechnet, dass der Vorjahresabend noch getoppt wird und dennoch müssen im Nachhinein erkennen, niemals NIE zu sagen ;)
Völlig verschwitzt, baff und absolut fassungslos verließen wir die Bühne, denn wir hatten alle Lust auf eine Legende!


Die Fuckin´ Faces erklommen als Vierte und letzte Band für den heutigen Abend die Bühnenbretter und sorgten nach 8 Jahren dafür, dass der Nordosten der Republik endlich wieder zu den Punkrockmelodien der Thüringer tanzen konnten.
„Herzlich Willkommen zum Komplott der Melodien - Ihr könnt die Zeilen aus meinem Herzen analysieren - Denk ich zurück an jene Zeit, wo es begann - nichts ahnend, was man mit Musik bewirken kann!“
Ab jetzt brannte das M.A.U. dann aber richtig. Von links nach rechts flogen die tanzenden Matadore in der Crowd und auf der Bühne zeigen die Faces, dass man auch nach 25 Jahren Bandgeschichte noch so richtig auf die Scheisse hauen kann.
Auf die nächsten 25!!!

Hiermit soll unser kleiner Erlebnisbericht dem Ende entgegen gehen, denn was danach im Dieter noch so abging, kann man wieder keinem anbieten ;) Propellerbirne lässt grüßen.


Als Fazit zum Abend bleibt festzuhalten, dass wir noch nie so glücklich von der Bühne gegangen sind und der Abend für uns absolut perfekt war.
Wir werden weiter hart arbeiten und versuchen, den Spaß noch viele Jahre in die Zukunft zu transportieren um mit neuem Album und alten Gesichtern wieder im M.A.U. Club zu stehen und voller Inbrunst unsere Lieder zu singen. Wer weiß, vielleicht dürfen wir auch irgendwann wie die Fuckin´ Faces auf eine langjährige Bandgeschichte blicken und unseren Kindern erzählen, wie alles angefangen hat, aber da wir hier nicht in der Traumstunde sind, lassen wir das jetzt besser :)


Am 08.04.2017 wird es das nächste HROck geben, wir werden uns bemühen, wieder ein hervorragendes Potpourri an musikalischer Unterhaltung für euch zusammen zu stellen.
DANKE FÜR EURE TREUE!!!!!
Bilder vom Abend gibt es bei 2 besonderen Menschen, denen wir hiermit auch noch einmal unsere unendliche Dankbarkeit aussprechen möchten.
Dieter von Baltic Sea Picture: https://www.facebook.com/Baltic-Sea-Picture-482402058549966/
Micha von Greif Fotografie: https://de-de.facebook.com/GreifFotografie

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